Reisetagebuch

◊ Reise Brüssel, Brügge & London ◊

Montag, 26.9.2022 In unserem Zimmer

Nachdem wir heute Abend asiatisch gegessen haben, liegen wir nun ziemlich müde im Bett. Es war ein schöner Tag, auch wenn mit viel Regen und Wind. Der Ausflug nach Brügge hat sich gelohnt. Und doch gefällt mir Brüssel definitv besser. Es ist weniger touristisch und hat irgendwie mehr zu bieten. Morgen schauen wir uns noch das Atomium an, welches sich am Stadtrand von Brüssel befindet. Am späteren Nachmittag verlassen wir Belgien und fahren mit dem Eurostar nach England. Ein weitere unvergesslicher Tag wartet auf uns.

Montag, 26.9.2022 Im Zug von Brügge nach Brüssel

Trotz Regen haben wir uns heute Morgen auf den Weg gemacht nach Brügge. Nach einer Stunde Zugfahrt sind wir im regnerischen Brügge angekommen. Vom Bahnhof sind es gute 15 Minuten zu Fuss bis zum Stadtzentrum. Schon auf dem Weg kamen wir vorbei an den schönsten Häuschen, die ein wenig an die Winkelgasse von Harry Potter erinnern. Leider regnete es wirklich stark und dazu windete es auch noch. Wir liessen uns die Freude nicht verderben und spazierten mit Schirm und nassen Kleidern durch Brügge. Der Freund der Familie, bei dem wir übernachten dürfen, hat uns begleitet und so hatten wir widerum einen einheimischen Tourguide. Besser geht es nicht. Er zeigt uns die schönsten Plätze, die Kanäle, die Kirchen und die leckersten Spezialitäten. Nach dem Mittagessen hört es tatsächlich endlich auf zu regnen und wir spazieren noch etwas durch die Strassen Brügges, bevor wir uns nun auf den Weg zurück nach Brüssel machen.

Sonntag, 25.9.2022 In unserem Zimmer

Wow. Wow. Wow.

Brüssel ist so viel mehr, als ich erwartet habe. Eine Stadt, die so viel mehr ist, als nur Manneken Pis und EU Gebäude. Brüssel lebt! Jede Strasse ist schöner, als die andere, jedes Gebäude schöner, als das neben an. Überall hangen Lämpchen und Fähnchen. Obwohl Sonntagabend ist, sind feiern Menschen in Bars mit Musik, sitzen draussen, lachen und geniessen das Leben. Ich bin so begeistert von Brüssel. Das hätte ich nicht erwartet.

Wir haben ein typisch belgisches Gericht zum Abendessen genossen. Moules Frites ist wohl das bekannsteste Gericht, das esse ich aber nicht, da ich keine Meeresfrüchte mag. Ich entschied mich für Carbonades mit Frites und war begeistert!

Sonntag, 25.9.2022 in unserem Zimmer

Ein Klischee wurde bereits am Bahnhof erfüllt. Es roch herrlich nach frischen Waffeln. Am Bahnhof Bruxelles Midi wurden wir von unserer Gastfamilie für zwei Tage abgeholt.

Begrüsst wurden wir mit Beglischer Schokolade und einem herzlichen Willkommen in ihrer Wohnung. Nach einem kurzen Kennenlernen bei Tee und Keksen, machen wir uns nun auf den Weg, Brüssel zu entdecken.

Sonntag, 25.9.2022 Im Zug von Basel nach Frankfurt

In 15 Minuten treffen wir in Frankfurt ein. Bisher verlief unsere Reise ohne Komplikationen, alle Züge waren pünktlich. Leider ist es in unserem Zugabteil eher kalt. Die Deutsche Bahn muss wohl auch Strom sparen. In Frankfurt haben wir genug Zeit, um uns ein leckeres Mittagessen zu suchen und uns zu stärken für die letzten drei Stunden unserer Reise.

In weniger als acht Stunden sind wir von Bern in Brüssel. Ich liebe es, mit dem Zug zu reisen. Alles ist viel entspannter, als mit dem Flugzeug.

Ich freue mich auf Pommes und Waffeln in Belgien! Wir werden von einem Freund der Familie am Bahnhof abgeholt und dürfen dann zwei Nächte bei ihm und seinem Freund wohnen. Es wird toll, die Stadt mit zwei Einheimischen entdecken zu dürfen.

◊ Reise Villars sur Ollon ◊

Donnerstag, 14.7.2022

7.27 Uhr Mein letzter Tag in Villars ist angebrochen. Heute Abend habe ich eine dreistündige Zugfahrt vor mir, die mich nach Hause bringt. Heute, an meinem letzten Tag für dieses Jahr, machen wir nur eine kurze Wanderung in einem wunderschönen Tal mit Bergbach. Ich möchte unbedingt noch einmal Crêpes essen, bevor ich wieder zurück fahre ins Berner Oberland. Die Zeit nehmen wir uns 🙂

Mittwoch, 13.7.2022 am Lac des Chavonnes

14:36 Uhr Das war die schönste Wanderung, die ich in Villars je gemacht habe. Tatsächlich haben wir nämlich heute ausnahmsweise eine andere Route genommen, als die, die wir jedes Jahr nehmen. Und das hat sich so was von gelohnt. Über einen Grat haben wir auf beide Seiten ins Tal gesehen. Es war wunderschön. Am liebsten mag ich Wanderungen, wenn sie an einem Gewässer entlang gehen oder an einem Gewässer enden. So wurden wir am Ende der Wanderung beim Lac des Chavonnes nicht nur mit einer umwerfenden Aussicht verwöhnt, sondern konnten uns noch im blauen Bergsee abkühlen. Nun liege ich wiedermal an der Sonne und könnte glücklicher kaum sein.

Mittwoch, 13.7.2022 in der Ferienwohnung

7:44 Uhr Guten Morgen Welt! Ich liege noch eingekuschelt im Bett und die Sonne scheint mir schon ins Gesicht. Das kann nur ein guter Tag werden! Heute ist mein vorletzter Tag in Villars. Morgen geht es für mich frühzeitig wieder nach Hause, da ich am Freitag zum ersten Mal in meinem Leben als Trauzeugin agieren darf.

Heute werden wir eine ca. dreistündige Gratwanderung machen, die am Lac des Chavonnes enden wird. Das heisst für mich: Badesachen mitnehmen! In einem kühlen Bergsee zu schwimmen ist doch einfach das Grösste! 🙂

Dienstag, 12.7.2022 in der Ferienwohnung

21:10 Uhr Todmüde sind wir wieder in Villars angekommen. Es war ein langer und heisser Tag. Ich bin unglaublich dankbar, dass ich so viele schöne Momente in meinem Leben erleben darf. Es ist nicht selbstverständlich, dass ich diese Möglichkeit habe. Unsere Zeit auf unserer schönen Erde ist kurz.  Mach was daraus! Mache dir nicht zu viele Gedanken. Hör auf dein Herz und dein Bauchgefühl. Das Leben ist so schön und es gibt so vieles zu Entdecken. Nutze die Chancen, die sich dir bieten. Es lohnt sich, immer. <3

Dienstag, 12.7.2022 im Supermercato

17:58 Uhr Und wieder geht ein Tag langsam zu Ende. Gerade haben wir in einem grossen Supermarkt noch ein paar Besorgungen gemacht, die Regale voller Teigwaren bestaunt und nun machen wir uns gleich auf den Weg zurück in die Schweiz. Ich mag Supermärkte im Ausland total gerne. Es ist spannend zu sehen, was es in anderen Ländern für Produkte gibt. Alles kostet hier auch total wenig. Ich mache mit gerade viel Gedanken dazu, was hier die richtige Vorgehensweise ist. Einen Schweizer Lohn verdienen aber zu italienischen Preisen einkaufen? Ist das nachhaltig? Ich denke, dass es ab und zu in Ordnung ist. So wie heute, wenn wir so oder so in Italien sind und als Touristen ebenfalls Geld in die italienische Ökonomie gesteckt haben. Einkaufstourismus hingegen finde ich schwierig. Die Wertschöpfung sollte meiner Meinung nach im eigenen Land bleiben. Vielleicht mache ich zu dem Thema Mal einen Blogbeitrag.

Dienstag, 12.7.2022 in Aosta

14:48 Uhr Bei jeder Farmacia stehen Menschenschlangen an, um, wie ich annehme, einen Coronatest zu machen. Einige Einheimische tragen auch immer noch eine Maske. Wir haben in der Schweiz keine Einschränkungen mehr, keine Maskenpflicht und keine Zertifikatspflicht. Italien hat die Pandemie noch härter erwischt als die Schweiz. Die Menschen hier sind deshalb wahrscheinlich immer noch sehr vorsichtig. Mittlerweile sind die Temperaturen gestiegen. Glücklicherweise weht ständig ein angenehmer Wind, der etwas abkühlt. Ich geniesse die Hitze. Solches Klima entspricht mir mehr als die Kälte und der Schnee im Winter.

Dienstag, 12.7.2022 in Aosta

11:04 Uhr In Aosta angekommen habe ich bereits die volle Ladung Italien abbekommen. Es ist angenehm warm mit der Tendez unangenehm heiss zu werden. Zum Glück sind die meisten Gässchen schattig. Ich bin vorbeispaziert an italienischen Spazialitätenläden, Pizzerias, Gelaterias und vielen sich angeregt unterhaltenden Italienerinnen und Italienern. Italienisch ist so eine schöne Sprache! 2008-2009 habe ich für ein Jahr in Lugano, in der italienischen Schweiz, bei einer Gastfamilie gelebt. Damals sprach ich die Sprache fliessend. Leider brauche ich sie nun viel zu wenig und habe viel vergessen. Aber um gleich meinen Teller Spaghetti zu bestellen sollte es noch reichen! 🙂

Dienstag, 12.7.2022 im Auto

9:03 Uhr Italia, arrivo! Pizza, Pasta, Gelato, Tiramisu und Sonnenschein. Ich freue mich auf den Tagesausflug nach Italien! Gerade merke ich, dass ich als Beifahrerin nicht schreiben kann, da ich geradeaus schauen muss. Mir wird sonst schlecht. Vielleicht ist es auch als Fahrerin gut, wenn man geradeaus schaut. Nur so ein Gedanke.

Montag, 11.7.2022 In der Ferienwohnung

21:21 Uhr Nach ein paar Folgen Haus des Geldes ist es nun Zeit fürs Bett. Morgen um 7:00 Uhr fahren wir los Richtung Italien! Dieses Gefühl, das mich jedesmal überkommt, wenn ich eine Landsgrenze übertreten darf. Pizza, Pasta und Gelato warten auf mich – che bello! Dann kann ich auch gleich mein Italienisch wieder ein bisschen auffrischen. Was für eine Woche bisher. Und sie ist noch nicht zu Ende.

Montag, 11.7.2022 In der Ferienwohnung

20:13 Uhr Nachdem ich beim Minigolf auf dem letzten Platz gelandet bin, haben wir in der Ferienwohnung mit einem Glas Rosé auf den erfolgeichen Tag angestossen. Ich hielt es dann für eine gute Idee, noch eine Runde Yatzy zu spielen. Was soll ich sagen. Nachdem ich auch die vierte Runde verloren hatte, habe ich das Spielen für heute aufgegeben.

Montag, 11.7.2022 Frience

15:06 Uhr Mein Tag war bis hierher so voll mit unvergesslichen Erlebnissen, dass ich erst jetzt dazu komme, ein paar Gedanken niederzuschreiben. Mit dem Bus sind wir heute Morgen auf den Col de la Croix gefahren. Wie jedes Jahr haben wir dort, auf immer der selben Bank, unsere Nutellabrote gegessen. Neu entdeckt haben wir die Pyramides de gypse, ca. 400 Metere zu Fuss. kalksteinartige Felsen bilden dort eine wunderschöne Landschaft! Weiter sind wir zu Fuss über Taveyanne nach Frience. Dort haben wir ein Restaurant gefunden, das mich wirklich umgehauen hat. Refuge de Frience ist ein kleines Bergrestaurant, das nach einem Brand komplett neu gebaut werden musste. Und das haben sie wirklich mit viel Stil und Charme gemacht. Meine Käseschnitte und das Moelleux au chocolat waren himmlisch! Nun liege ich an einem Bergsee, in dem ich vorher gebatet habe, lasse die nasse Haut trocknen und geniesse mein Leben, für welches ich so viel Dankbarkeit verspüre.

Sonntag, 10.7.2022 Piscine

18:36 Uhr Es tut gut an der Sonne zu liegen und den Wolken beim Vorbeiziehen zuzuschauen. Was für ein Tag. Am Morgen sind wir mit dem Zug nach Bretaye und von da mit dem Sessellift auf den Roc d‘Orsay. Die Aussicht von da oben ist umwerfend. Von da sind wir zu Fuss runter bis nach Villars. Für mich, die viel lieber den Berg hoch als runter geht, war das etwas zu viel Abstieg. Ich spüre meine Beine schon! Deshalb tut es gut, jetzt entspannt an der Sonne zu liegen und ab und zu in den Pool, la Piscine, zu springen. Ich lasse den Tag revue passieren und bin dankbar für alles, was ich erleben durfte. Das Wetter ist perfekt, ich durfte zum ersten Mal ein internationales Fahhrradrennen vorbei ziehen sehen und ich habe eine echt leckere Pizza gegessen!

Sonntag, 10.7.2022 an der Tour de France

15:14 Uhr Wir stehen bereit am Dorfeingang Villars. In ca. einer Stunde rasen hier die Fahrradfahrer der diesjährigen Tour de France vorbei. Ich bin gespannt! Vorher sind bereits Sponsoren mit den originellsten Fahrzeugen an uns vorbei gefahren und haben gratis Sachen verteilt. Leider war sehr viel Müll dabei, den niemand braucht. Nur ein paar haben sich Gedanken zur Umwelt gemacht, als sie sich für ihr Marketinggadget entschieden haben. So gab es zum einen Bleistifte und Geschirrtücher und zum anderen Schlüsselanhänger und Magnete. Ganz allgemein mache ich mir Gedanken zu diesem Anlass. Obwohl es ein Fahrradrennen ist, fahren mehr Autos und Motorräder an uns vorbei. Ökologisch ist anders.

Samstag, 9.7.2022 in der Ferienwohnung

21:21 Uhr Nach der Ankunft in Villars haben wir bereits eine erste kleine Wanderung unternommen. Mit der Gondel sind wir auf den Roc d‘Orsay, auf dessen Gipfel wir noch ein paar steile Höhenmeter gewandert sind. Von da ging es über den Grat runter nach Bretaye und da haben wir den Zug zurück nach Villars genommen. Ein leichter Einstieg in diese Woche. Nun gibt es ein frühes Einschlafen für mich, damit ich morgen fit bin für die Berge. 🙂

Samstag, 9.7.2022 im Zug nach Düdingen

10:14 Uhr Alle Jahre wieder! Villars sur Ollon ist ein bisschen wie ein Zuhause für mich. Seit ich denken kann, fahren wir jedes Jahr im Juli dorthin und machen eine Woche Wanderferien. Jedes Jahr wandern wir ziemlich die gleichen Routen, essen in den gleichen Restaurants und machen immer am Dienstag einen Ausflug nach Aosta, Italien! Ich freue mich riesig auf diese Woche in den Bergen.

◊ Reise Hamburg – Kopenhagen – Berlin ◊

Samstag, 7.5.2022 Zuhause

10:05 Uhr Was für eine Reise! Nach einer Woche und drei Grossstädten bin ich müde aber sehr glücklich zuhause angekommen. Ich bin unglaubilch dankbar für diese Erfahrung und freue mich, euch auf dem Blog die Städte etwas näher zu bringen. Den Beitrag zu Hamburg findest du bereits hier.

Samstag, 7.5.2022 Im Zug von Basel nach Thun

7:52 Uhr Leider habe ich meinen Anschlusszug in Basel verpasst. Zum Glück fährt jede halbe Stunde ein direkter Zug von Basel nach Thun. Ich freue mich auf eine Dusche!

Samstag, 7.5.2022 Im Nachtzug

6:26 Uhr Meine erste Erfahrung im Nachtzug war nicht so toll. Ich habe ein Liegewagen gebucht, kein Schlafwagen mit bequemem Bett. Hier gibt es nur so Liegen und es schauklet schon sehr. Erholt bin ich überhaupt nicht.

Freitag, 6.5.2022 Im Nachtzug

21:14 Uhr Angekommen im Nachtzug. Ich teile mir das Abteil mit zwei anderen. Der eine fährt an ein Fussballspiel nach Freiburg und die andere besucht eine Freundin in Locarno. Beide leben in Deutschland. Der Typ, der ans Fussballspiel fährt, kennt sogar Thun, und das nur wegen dem FC Thun! Es schaukelt ganz schön hier aber irgendwie ist das noch angenehm zum Einschlafen. Meine erste Nacht in einem Nachtzug. Das wird wieder ein Abenteuer mehr, das ich so schnell nicht vergessen werde. Ich bin wahnsinnig müde und freue mich sehr auf meinen Schlaf und mein Zuhause.

Freitag, 6.5.2022 Berlin Südkreuz

18:16 Uhr Angekommen am Bahnhof Berlin Südkreuz lade ich mein Handy an einer Ladestation auf und aktuaisiere das Travel Journal. Meine Beine tun mir weh und ich bin jetzt richtig müde. Hoffentlich kann ich im Nachtzug etwas schlafen. In drei Stunden fährt der Zug und ich freue mich, nach dieser intensiven Reise, wieder zuhause zu sein.

Freitag, 6.5.2022 Vor dem Fernsehturm

15:55 Uhr Mittlerweile sitze ich vor dem Fernsehturm. Ich habe mir den Alexanderplatz angeschaut und mir einen Donut gekauft. Die original Berliner Currywurst zum Mittag war auch mega gut! Mein Zug fährt erst in fünf Stunden. Ich denke, ich bleibe hier noch eine Weile an der Sonne und dann gehe ich an den Bahnhof und warte dort auf meinen Nachtzug.

Freitag, 6.5.2022 Auf dem Tempelhofer Feld

13:44 Uhr Ich konnte nicht mehr weiter zu Fuss gehen und wollte mir ein E-Scooter mieten. App runtergeladen, Kreditkarte hinterleget, das E-Scooter wurde freigeschaltet, fuhr aber nicht los. Tja, dann bin ich doch zu Fuss weiter und liege nun im Tempelhofer Feld und ruhe mich aus. Das ist ein altes Flughafengelände, was jetzt nicht mehr gebraucht wird. Jetzt kann man hier gemütlich picknicken, spazieren oder Inline Skates fahren.

Freitag, 6.5.2022 Vor dem Reichstag

10:48 Uhr Ich liege auf dem Rasen vor dem Reichstagsgebäude. Ich habe es geschafft, ohne Nachzufragen, das Brandenburgertor und den Reichstag zu finden. Ich geniesse hier ein wenig die Sonne bevor es Richtung Potsdamerplatz und Check Point Charlie geht. Neben mir steht übrigens auch die Schwiezer Botschaft.

Freitag, 6.5.2022 Berlin Südkreuz

9:59 Uhr Ich frage mich wie ich in drei Monaten in New York nicht verloren gegangen bin. Berlin überfordert mich total. Zum Glück gibt es überall liebe Menschen, die mir helfen. Die Erklärung der Dame am Schalter klang etwa so: „Ja also am besten gehen sie auf Gleis 15 und da fährt jede S-Bahn zur Station Friedrichsstrasse und da steigen sie dann um auf Gleis 1 bis zum Südkreuz. Oder nein, besser sie gehen jetzt auf Gleis 8. Da fährt jede S-Bahn zur Station Ostkreuz. Ausser Nummer 9, die nicht. Und dort steigen sie auf Gleis 11 um auf die S-Bahn Richtung Südkreuz.“ Alles klar. Danke. Aber ich habe es tatsächlich geschafft. Mein Gepäck ist bis heute Abend im Schliessfach verstaut und es kann los gehen. Ich esse erst Mal eine Waffel, um mich zu stärken. Keine Ahnung wie ich von hier jetzt wieder weg komme. Hoffentlch finde ich heute Abend meinen Rucksack wieder.

Freitag, 6.5.2022 Im Hostel

6:58 Uhr Lisa hat das Hostel verlassen. Ich bin noch müder als gestern und will am liebsten gar nicht aufstehen. Mein Plan ist, mein Gepäck bereits am Bahnhof einzuschliessen und dann ein wenig Tourist zu sein in Berlin. Das Problem ist, dass ich keine Ahnung habe, wie ich an diesen Bahnhof komme. Es ist nicht der gleiche, wie der, an dem ich gestern angekommen bin. Der Plan der BVB hilft mir da nicht weiter und Google auch nicht. Berlin ist einfach zu gross für mich. Ich werde wohl irgendwen fragen müssen.

Die Sonne scheint immer noch. Ich hatte so unglaubliches Glück mit dem Wetter.

Donnerstag, 5.5.2022 Zurück im Hostel

22:35 Uhr Ich habe Lisa kennen gelernt. Sie ist aus Utrecht in den Niederlanden und gerade in Berlin angekommen. Sie studiert Musik und Komposition und schaut sich morgen das musikalische Berlin an. Sie hat einen europäischen Musik Preis gewonnen und darf morgen vor wichtigen Menschen in der Musik Branche ihr Lied vorspielen, Klavier und Gesang. Sie ist richtig aufgeregt. Wir haben uns ausgetauscht über unsere Heimatländer und unsere Reisen. Der Lärmpegel im Hostel ist immer noch hoch.

21:32 Uhr Das Hostel ist sehr ringhörig (ist das überhaupt ein Wort?). Es werden Türen zugeknallt, Menschenmassen rennen rum, es wird geschrien, gelacht und sich unterhalten. An der Rezeption ist angeschrieben : 22:00 Uhr Nachtruhe. Ich freue mich.

19:45 Uhr Auf dem Weg zur Berliner Mauer hat dann doch die Vernunft Überhand gewonnen und ich bin zurück ins Hostel. Ich plane jetzt noch ein wenig meinen Tag morgen und dann schlafe ich, hoffentlich ohne grössere Störungen. 🙂

Donnerstag, 5.5.2022 In Berlin Kreuzberg

18:19 Uhr Ich finde es lustig, dass ich mir solche Aussagen wie: „Heute verbringe ich den Abend gemütlich im Hostel und ruhe mich aus.“ immer noch glaube. Natürlich war meine Neugierde wieder einmal zu gross und ratet Mal, wo ich jetzt bin? Mitten in Berlin Kreuzberg! Ich habe einen der berühmten Mustafas Gemüse Kebap ergattert und musste noch nicht Mal so lange dafür anstehen. Und es war wirklich mega lecker! Jetzt bin ich wieder fit und denke, ich schaue mir nachher noch die Berliner Mauer an der East Side Gallery an. Mein Hostel ist nicht weit davon entfernt.

Donnerstag, 5.5.2022 In der S-Bahn Richtung Ostbahnhof

17:05 Uhr Nach einer halben Stunde suchen wo denn jetzt genau die S-Bahn fährt, habe ich am Schalter nachgefragt und sitze nun im Zug und fahre vom Hauptbahnhof Richtung Ostbahnhof. Mein Hostel liegt in der Gegend Berlin Mitte. Vom Hauptbahnhof aus habe ich bereits den Fernsehturm und den Reichstag gesehen. Berlin ist mir definitv zu gross. Der Bahnhof ist gefühlt so gross wie der Flughafen in Zürich! Ich bin ziemlich kaputt von den kurzen Nächten und der langen Reise. Wahrscheinlich werde ich heute den Abend im Hostel verbringen oder zu Fuss ein wenig die Gegend rundherum erkunden.

Donnerstag, 5.5.2022 Im Zug von Kopenhagen nach Berlin

15:29 Uhr Mit einer Viertelstunde Verspätung sind wir in Hamburg Richtung Berlin abgefahren. Der Schaffner hat die beste Ansprache betreffend Covid Regeln gehalten, in der er so was gesagt hat wie, dass die Maske kein Ohrring sei und auch kein Stirnband.

12:02 Uhr Gerade sind wir über die Grenze gefahren und ich bin wieder in Deutschland. Auch habe ich meine Schutzmaske wieder an.

Donnerstag, 5.5.2022 Im Hostel

07:47 Uhr Mein Rucksack ist gepackt und ich bin bereit für die Weiterreise. In zehn Minuten gibt es noch Frühstück im Hostel und dann mache ich mich auf den Weg zum Bahnhof. Dieser liegt nur fünf Minuten zu Fuss vom Hostel entfernt. Geschlafen habe ich wider unbequem mit meinen Kopfhörern und ich bin dementsprechend unausgeruht. Eine lange Reise steht heute an und vielleicht kann ich mich im Zug etwas erholen. Ich brauche noch Mal Energie, damit ich Berlin entdecken kann 🙂

Mittwoch, 4.5.2022 Zurück im Hostel

21:14 Uhr Gerade bin ich zurück gekommen von meinem vorerst letzten Ausflug in Kopenhagen. Ich war mehrere Stunden am Nyhavn und dann noch eine Weile im Vergnügungspark Tivoli. Der ist wunderschön nostalgisch, überall riecht es nach Zuckerwatte und jeder kommt auf seine Kosten, auch wenn man keine Achterbahnen mag. Gute Nacht liebes Kopenhagen. Berlin, morgen lernen wir uns kennen.

Mittwoch, 4.5.2022 Am Nyhavn

18:28 Uhr Auf einer Mauer am Nyhavn sitzend geniesse ich die letzten Sonnenstrahlen. Ich habe nach Hause angerufen und ein wenig von meiner Reise erzählt. Ich komme gar nicht mehr aus dem Schwärmen. Kopenhagen hat mich für sich gewonnen und sich in mein Herz eingebrannt. Die ganze Art zu leben hier fühlt sich einfach gut an. Und ausserdem ist es die wohl ökologischste Stadt, in der ich bisher war. Oder zumindest fühlt es sich so an. Es hat hier mehr Fahrräder als in Amsterdam, überall gibt es Grünflächen, die Restaurants achten auf die Herkunft und Saisoanalität der Produkte und es gibt viele unverpackte Lebensmitttel zu kaufen. I like!

16:58 Uhr Nyhavn zum Zweiten. Ich sitze in einem Café, geniesse die Sonne und versuche mein Kaffee&Kuchen zu bestellen. Irgendwie will das auf dieser Reise nicht so klappen mit dem alleine Essen. Zum Glück habe ich nicht grossen Hunger sondern einfach nur Lust auf was Süsses. Gerne würde ich mindestens noch einen Tag länger in Kopenhagen bleiben. Noch Mal ans Meer und mehr Platz haben in meinem Rucksack, damit ich noch was Schönes mit nach Hause nehmen könnte. Ich werde auf jeden Fall wieder hierher zurück kommen.

Mittwoch, 4.5.2022 Zurück im Hostel

15:59 Uhr Gerade habe ich das Travel Journal auf den neusten Stand gebracht, mein Handy geladen und nun bin ich am überlegen, was ich machen soll. Noch Mal zum Nyhavn? Einfach weil es da so schön ist? Ich denke schon! 🙂 Ich möchte mir auch noch den Christianshavn und den Vergnügungspark Tivoli anschauen. Und am liebsten möchte ich hier gar nicht mehr weg! Es ist so so wunderschön in Kopenhagen. Morgen geht es weiter nach Berlin. 7.5 Stunden Zugfahrt und zwei Mal umsteigen warten auf mich. Es ist unglaublich wie viel Glück ich mit dem Wetter habe. Die Sonne scheint seit meiner Ankunft in Hamburg und die Temperaturen sind angenehm. Also los, Kopenhagen, auf ein (vorerst) Letztes.

Mittwoch, 4.5.2022 Am Amager Strand

13:04 Uhr Nachdem ich leckere Smørrebrød in der Torvehallerne gegessen habe, bin ich mit dem Metro in Richtung Amager Strand. Ich habe schon heute Morgen mein Tagesticket gelöst und dafür rund 70 dänische Kronen, also ca. 10 Schweizer Franken, bezahlt. Oder zumindest dachte ich das. Kurz vor meiner Haltestelle werden die Tickets kontrolliert und ich zeige der Dame meines. Tja, leider steht da gross drauf: This is credit card receipt – not a ticket. Ich kann sagen was ich will, sie lässt sich nicht aus der Ruhe bringen und stellt mir eine Busse aus in der höhe von 750 dänischen Kronen. Das sind dann wohl plus/minus 100 Schweizer Franken. Wieder Mal einen Applaus für mich bitte!

Nachdem ich mich vor Ärger ein paar Minuten ausgeweint habe, versuche ich diesen magischen Ort zu geniessen.

Die teure Fahrt hat sich wenigstens gelohnt. Es ist wunderschön hier an der Ostsee! Ich sitze im Sand, geniesse die Sonne und lese mein neues Buch: The little book of Lykke – The danish search for the world‘s happiest people.

Mittwoch, 4.5.2022 Am Hafen von Kopenhagen

9:30 Uhr Ich sitze am Hafen von Copenhagen auf einer Mauer, die direkt auf das offene Meer zeigt. Die Ostsee liegt vor mir und ich könnte gerade nicht glücklicher sein. Der Hafen ist nicht ganz so gross wie der in Hamburg. Dafür liegt hier noch ein Flughafen und gerade schippert ein Wasserflugzeug an mir vorbei. Ich bin mir nicht sicher, ob das der offizielle Flughafen von Kopenhagen ist. Das muss ich nachher noch nachschauen. Die kleine Meerjungfrau habe ich vorhin ebenfalls gesehen. Sie ist wirklich klein.

Mittwoch, 4.5.2022 Im Hostel

7:53 Uhr Ich bin todmüde. Hier im Hostel ist das Frühstück inklusive und ich bin jetzt sehr gespannt, was es gibt. Danach geht es auf Entdeckungstour! Ich denke ich fahre zuerst zur kleinen Meerjungfrau und spaziere dort ein bisschen am Meer entlang.

00:32 Uhr Noch nie habe ich meine Super-Fancy-Over-Ear-Noise-Cancelling-Kopfhörer mehr geliebt als jetzt! Auch wenn ich gehofft habe, dass ich den Lärmverursacher durch das Hervorholen der Kopfhörer aufwecke. Es ist zwar unbequem so zu schlafen aber wenigstens ist Ruhe!

00:19 Uhr Da wünscht man sich doch gleich die rücksichtslose Zimmermitbewohnerin zurück. Bei dieser Schnarchlautstärke bin ich tatsächlich aus meinen tiefen Schlaf erwacht. Tja, da kann ich wohl nichts dagegen unternehmen und muss das irgendwie bis morgen früh aushalten.

Dienstag, 3.5.2022 Im Hostel

19:17 Uhr Frisch geduscht sitze ich im kleinen Aufenthaltsraum vom Hostel. Es geht ein paar Stufen runter und dann hat es da Sessel und Sofas, um es sich gemütlich zu machen. Ich schreibe noch den Hamburg Artikel fertig und lade ihn dann gleich hoch für dich. Heute hätte ich Lust auf Gesellschaft. Auf ein gutes Gespräch oder eine Runde Gesellschaftsspiele. Im Nebenraum ist ein Tisch, an dem ein paar Leute aus dem Hostel essen. Vielleicht geselle ich mich nachher noch zu ihnen. 

18:12 Uhr Meine Neugierde hat nich wieder einmal dazu gebracht meine Grenzen zu ignorieren. Anstatt vo Ort etwas zu essen (es wäre ausser dem Franzbrötchen heute morgen die erste Mahlzeit gewesen), bin ich gleich Richtung Wasser spaziert. Bald habe ich gemerkt, dass mein Ziel, der Nyhavn, doch etwas weiter weg ist als gedacht. Nach über einer Stunde Fussmarsch bin ich dann an meinem Ziel angekommen. Der weite Weg mit leerem Magen hat sich jedoch gelohnt. Der Nyhavn isch noch schöner als auf allen Bildern, die ich bisher gesehen habe! Nach einem Abendessen, das ich viel zu schnell runtergedrückt habe, bin ich mit der Metro in 13 Minuten wieder im Hostel angekommen. Morgen gehe ich gleich mit dem öffentlichen Verkehr wieder dahin. 🙂 Ich möchte mir noch die Geschäfte anschauen und vielleicht noch ans offene Meer fahren.

15:01 Uhr Ich bin in Kopenhagen angekommen und zwar im schönsten Hostel, das ich mir hätte vorstellen können! Genau so habe ich mir Kopenhagen vorgestellt. Ich esse jetz gleich hier etwas damit ich nachher gestärkt bin um Kopenhagen zu erkunden.

Dienstag, 3.5.2022 Im Zug von Hamburg nach Kopenhagen

11:18 UhrGerade wurde ich vom bestausehendsten dänischen Polizisten kontrolliert. Wir halten kurz an der Grenze zwischen Deutschland und Dänemark, damit die Grenzwache, die Politi, die Ausweise aller Passagiere kontrollieren kann. Wir wurden über den Lautsprecher gebeten, die Ausweise bereitzuhalten, damit das alles schnell vorwärts geht und wir weiterfahren können.

10:39 Uhr Mit einer 25-minütigen Verspätung haben wir Hamburg verlassen. Wir fahren vorbei an vielen gelben Rapsfeldern und grossen Windrädern. Uns wurde gerade per Lautsprecher mitgeteilt, dass wir die Schutzmaske einfach bis zur Grenze tragen müssen, da nur in Deutschland noch die Maskenpflicht gilt. In Dänemark wurden alle Schutzmassnahmen aufgehoben und da werde ich die Maske ausziehen dürfen. Logik gibt es an diesem Konzept meiner Meinung nach keine. 🙂

9:16 Uhr Vor 20 Minuten hätte mein Zug abfahren sollen. Er ist pünktlich im Hamburger Bahnhof eingefahren, ich habe meinen reservierten Sitzplatz gefunden und seit dem warten wir auf die Abfahrt. Im 5-Minuten-Takt informiert uns die Schaffnerin über den Lautsprecher, dass wir auf irgendein Signal warten müssen.

Dienstag, 3.5.2022 Im Hostel

6:25 Uhr Letzte Nacht war leider noch schlimmer als die erste. Um 4:40 Uhr musste eine gewisse Mitbewohnerin, die nicht für ihr rücksichtsvolles Verhalten bekannt ist, das Hostel für ihre Weiterreise verlassen. Das wäre sicher auch mit einem tieferen Lärmpegel gegangen aber ok. Um 6:14 Uhr ging dann ein Wecker. Ich erwache, weil Wecker dafür da sind, um uns aufzuwecken. Die Person, für die der Wecker bestimmt war, hat das nach neun Minuten auch gemerkt.

Montag, 2.5.2022 Zurück im Hostel

20:17 Uhr Was für ein Tag! Danke Hamburg! Etwas wehmütig habe ich vorher meinen Rucksack gepackt und alles bereitgelegt, damit ich morgen früh rechtzeitig und ohne Stress weiterziehen kann. Um 9:00 Uhr fährt mein Zug und knappe fünf Stunden später werde ich Kopenhagen erreichen. Ich bin so dankbar, dass ich gleich zwei meiner absoluten Traumziele diese Woche entdecken darf. Hamburg war wie Kopenhagen schon lange auf meiner To Do List. Und ich wurde nicht enttäuscht. Da ich nur gestern Abend und heute den ganzen Tag hier war, ist es nicht ausgeschlossen, dass ich wieder einmal hierher zurück komme und mir alles anschaue, was ich dieses Mal zeitlich nicht geschafft habe.

Das alleine Reisen macht mir soweit nichts aus. Ich komme gut zurecht, finde alles, was ich brauche und kann mich in Deutschland ja auch problemlos verständigen. Das einzige, was ich nicht gerne mache, ist alleine zu essen. Bereits drei Mal bin ich seit gestern Abend in ein Restaurant und wurde einfach nicht bedient. Nach einer Viertelstunde alleine da sitzen bin ich jedes Mal los und habe mir am Bahnhof ein Sandwich gekauft. Es ist einfacher in Begleitung zu essen und sich zu unterhalten, falls man doch Mal länger warten muss. Ich möchte gerne mehr die kulinarische Kultur auch miterleben. Das hat sich bisher als relativ schwierig für mich herausgestellt.

Montag, 2.5.2022 Im Schanzenviertel

18:37 Uhr Meine Knie zittern. Was sage ich meine Knie, mein ganzer Körper! Ich stehe vor der Bullerei, einfach um mir Tim Mälzers Restaurant anzusehen. Ich überlege mir gerade, ob ich so frech sein darf zu fragen, ob ich viellecht rein sehen darf, da höre ich eine Stimme. Eine Stimme, die mir vom Fernsehen her sehr bekannt vorkommt. Und tatsächlich steht da an der Ecke der Bullerei: Tim Mälzer! Ich versuche locker zu bleiben und mir nichts anmerken zu lassen. Ich kann mir diese Möglichkeit nicht entgehen lassen. Ich muss ihn fragen, ob ich ein Foto machen darf. Er ist in einem Gespräch und ich will nicht unhöflich sein. Sobald er das Gespräch beendet hat gehe ich auf ihn zu und frage, ob wir ein Foto machen können. Er meint: „Ja, ganz schnell.“ Ich mache ein Selfie, auf dem ich so aussehe, wie ich mich fühle, also etwas zittirg, bedanke mich und gehe weiter. OMG!! Ich habe keinen Hunger mehr, ich gehe jetzt duschen, packen für die Weiterreise nach Kopenhagen morgen, und dann schlafe ich.

Montag, 2.5.2022 Im Hostel

16:01 Uhr Zurück im Hostel lade ich mein Handy  und meine Beine wieder auf. Ich möchte unbeding noch ins Schanzenviertel und mir die Bullerei von Tim Mälzer ansehen. Ich bin ein grosser Kitchen Impossible Fan, da kann ich mir das nicht entgehen lassen. Leider habe ich es verpasst im Voraus einen Tisch zu reservieren. So spontan ist natürlich bereits alles ausgebucht.

Montag, 2.5.2022 In der Hafen City

15:05 Uhr Ich ruhe mich gerade etwas aus in der Hafen City. Ich bin bereits viel gelaufen heute und nach dieser nicht ganz so erholsamen Nacht spüre ich meine Beine bereits etwas. Auf meinem Spaziergang bin ich vorbei an der Elbphilharmonie und an der Speicherstadt. Wunderschön alles so nah am Wasser!

Montag, 2.5.2022 Am Willkomm-Höft

11:01 Uhr Angekommen am Willkomm-Höft. Die Elbe vor mir verbindet die Nordsee und Hamburg. Gerade ist ein Schiff aus dem grossen Hafen, den ich nur knapp in der Weite erahnen kann, an mir vorbei geschippert, raus aufs offene Meer. Durch den Lautsprecher wurde dem Schiff eine gute Reise gewünscht und die Nationalhymne erönte. Ich bin mir nicht sicher, wenn ich raten müsste, würde ich sagen, es war ein englisches Schiff. Ich werde mir das nachher noch bestätigen lassen von meinem guten Freund Google. Ich bleibe noch eine Weile an der Sonne sitzen und hoffe, das ich noch ein zweites Schiff erwische. Vielleicht dieses Mal eines, dass nach Hamburg rein fährt.

10:04 Uhr Der Krieg ist hier ein viel gröseres Thema als bei uns in der Schweiz. Bereits am Hauptbahnhof stehen viele Hinweisschilder für Flüchtlinge. Es ist alles in der ukrainischen Landessprache angeschrieben und es sind Schranken angebracht, welche den Flüchtenden den Weg weisen. Es gibt mehrere Informationsstellen, wo sie sich anmelden können. Mir wird bewusst, dass ich in Deutschland, nicht nur geografisch gesehen, viel näher am Krieg bin. Die örtlichen Busse tragen alle die Aufschrift: „Stoppt den Krieg!“.

Einmal mehr kommt das Dankbarkeitsgefühl in mir hoch, dass ich das Privileg habe in einem sicheren Land wie der Schweiz geboren worden zu sein, und ich immer noch dort leben darf.

Montag, 2.5.2022 In der S-Bahn Richtung Willkomm-Höft

9:29 Uhr Ich muss gerade so lachen! Wenn der Zug hier auf einen Gegenzug wartet, dann meldet sich der Schaffner nicht mit „Guten Tag, „Hallo“, oder „Liebe Fahrgäste“, nein in Hamburg sagt man: „Moin Moin!“

Montag, 2.5.2022 Im Hostel in Hamburg

7:45 Uhr Nach einer nur halb erholsamen Nacht geht der Tag für mich nun los. Viel zu Fuss unterwegs sein steht für mich heute auf dem Programm. Hamburg, ich freue mich auf dich!

Sonntag, 1.5.2022 Im Hostel in Hamburg

23:59 Uhr Es gibt Menschen, die buchen ein 6er Frauenzimmer in einem Hostel, versuchen Rücksicht zu nehmen, nehmen sogar eine kleine Taschenlampe mit, um die anderen nicht zu wecken und versuchen leise zu sein. Das war eine Beschreibung meiner Person.

Es gibt andere Menschen, die buchen ein 6er Frauenzimmer in einem Hostel, lassen die Zimmertür knallen, wenn sie mitten in der Nacht ins Zimmer kommen, stellen das grosse Licht an, telefonieren mit einer Freundin, stellen das halbe Zimmer um und vergessen, dass da noch andere Frauen sind, die vielleicht etwas schlafen möchten. Das war eine Beschreibung einer meiner Zimmermitbewohnerinnen.

18:23 Uhr Nach einem schönen Spaziergang an der Aussenalster, habe ich im Viertel St. Georg mein Abendessen zu mir genommen und liege nun total k.o. im Bett im Hostel. Das Zimmer teile ich mir mit drei anderen Frauen. Zwei davon sind aus Deutschland, die dritte konnte ich bisher noch nicht fragen, woher sie kommt.

Nach dieser kurzen Nacht, der langen Reise und viel zu wenig Wasser, gibt es für mich heute ein frühes Einschlafen. Dann bin in morgen fit und ausgeruht und kann voller Energie Hamburg erkunden!

Sonntag, 1.5.2022 Im Zug von Basel nach Hamburg

 13:46 Uhr In weniger als zwei Stunden fährt der ICE im Hamburger Hauptbahnhof ein. Heute bin ich mit dem Zug einmal quer durch Deutschland gefahren. Freiburg, Baden-Baden, Karlsruhe, Mannheim, Frankfurt am Main und Kassel haben wie bereits hinter uns gelassen. Hannover ist der nächste Halt und danach geht es direkt nach Hamburg.

Meine Zeit habe ich damit verbracht Musik und Podcasts zu hören, getrocknete Apfelschnitze zu essen und aus dem Fenster zu schauen. Dank meinen Super-Fancy-Over-Ear-Noise-Cancelling-Kopfhörern war es auch egal, dass ich aus Versehen im Familienbabteil gelandet bin. Wirklich viel Nennenswertes habe ich auf der Strecke nicht gesehen. Es ist schon ein seltsames Gefühl, in 8.5 Stunden von der Schweiz ganz im Norden Deutschlands zu sein.

11:46 Uhr Obwohl mein Zug, der mich direkt von Thun nach Basel bringen sollte, ausgefallen ist, habe ich dank Erstatzzug über Bern den Zug in Basel erwischt. Jetzt sitze ich im auf meinem bequemen Sitz des ICE und merke, dass ich nach zwei Jahren Pandemie meine Schutzmaske vergessen habe. In der Schweiz ist die Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr seit einem Monat aufgehoben. In Deutschland noch nicht. Applaus für mich!

Gestern hatte ich Geburtstag und ich war mit meiner Cousine an einem Konzert. Ich habe eine kurze Nacht hinter mir und bin super müde. Momentan überwiegt jedoch noch die Vorfreude auf eine neue Stadt! Hamburg, in fünf Stunden lernen wir uns kennen!

Es ist das erste Mal, das ich komplet alleine Reise. Niemand wartet an meinem Ziel auf mich. Eine Woche, drei grosse Städte und ich – das wird ein unvergessliches Abenteuer!

Marina
Hey, ich bin Marina

Schön, dass du die Reise zu meinen Blog auf dich genommen hast.
Hier findest du Inspirationen für nachhaltiges Reisen, leckeres Essen und Ideen für dein nächstes Abenteuer.
Reisen ist meine Leidenschaft. Diese Emotionen, die hochkommen sobald es an einen neuen Ort geht – unbeschreiblich. Da du es bis hierher geschafft hast, teilst du dieses Gefühl sicher mit mir. Ich hatte das Privileg, seit meiner Kindheit viel auf Reisen zu sein. In den letzten Jahren habe ich begonnen umzudenken.  Reisen ja, aber auf die Kosten unserer Erde? Nein. Mir war klar, dass ich nicht auf das Reisen verzichten möchte also suchte ich nach Wegen, wie ich die Liebe zur Natur und die Liebe zum Reisen verbinden kann. Und genau diese möchte ich hier mit dir teilen.

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