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Amsterdam – Die Stadt der Poffertjes

Mein Besuch in der Hauptstadt Hollands liegt schon eine Weile zurück. Was für eine schöne Stadt! Die Bilder, die sich in unserem Kopf formen, nachdem wir auf den Sozialen Medien Fotos von Amsterdam sehen, täuschen nicht – im Gegenteil. Die Aussicht gepaart mit der Stimmung, die Amsterdam bereithält, macht jeden Besuch unvergesslich. Die farbenfrohen, aneinandergereihten Häuser, die vielen Fahrräder und der Geruch von frisch gebackenen Poffertjes an jeder Ecke – hach wie herrlich. Ich war vier Tage in Amsterdam und hatte so auch noch einen Tag Zeit für einen kleinen Ausflug ans nahegelegene Meer. Mittlerweile gibt es auch super Zugverbindungen und sogar Nachtzüge, die dich in wenigen Stunden nach Amsterdam bringen.

Essen im Moeders

Ohne zu übertreiben kann ich hier schreiben, dass ich noch nie so gut gegessen habe, wie in Amsterdam. Wir haben ein kleines Restaurant entdeckt, welches mich einfach umgehauen hat. Das Lokal hatte nur ganz wenige Plätze, weshalb wir draussen sitzen mussten, obwohl es ziemlich frisch war. Drinnen waren die ganzen Wände voll mit verschiedenen Bilderrahmen und auch die Einrichtung war echt kurios. Nichts passte zum anderen, kein Stuhl zum Tisch und keine Gabel zum Teller. Wir sassen also draussen und studierten die Karte. Die Bedienung empfahl uns ein Angebot, dass sie sich für Touristen ausgedacht hatten. Verschiedene holländische Gerichte in kleinen Mengen zum Probieren. Lange überlegen mussten wir nicht und bestellten sofort.

Wir staunten nicht schlecht, als wir Schälchen um Töpfchen um Tellerchen erhalten haben, voll mit den leckersten Spezialitäten aus den Niederlanden. Verschiedene Fleischeintöpfe, Kartoffeln in verschiedenen Variationen, eingekochte Äpfel, Sauerkraut, und, und, und. Es war wirklich ein Gedicht. Mehrere Stunden sassen wir dort und genossen den Abend mit dem guten Essen und der gemütlichen Stimmung.

Auch sonst traf Amsterdam meinen kulinarischen Geschmack ziemlich gut. Ich könnte mich nur von Poffertjes, den kleinen holländischen Pancakes, ernähren. Aber das Erlebnis im Restaurant Moeders ist bis heute unübertroffen.

Restaurant Moeders
Moeders Amsterdam

Fahrradfahren

Unumgänglich, wenn in Amsterdam, ist das Fahrradfahren. Hier haben Fahrräder vor den Autos Vortritt und es gibt Spuren in Kreisverkehren, die nur für Fahrräder sind. Das ist schon ziemlich lustig. Also mieteten wir uns Fahrräder und machten uns auf ins Getümmel. Es gehört schon etwas Mut dazu. Hier ist nichts mit gemütlich durch die Gegend fahren und ein wenig Sightseeing machen. Zumindest nicht auf den offiziellen Strassen. Und deswegen sind wir schnell von den viel befahrenen Strassen runter und haben uns eher in Parks aufgehalten. Besonders gefallen hat mir der Vondelpark mit seinen Cafés und OpenAir Konzerten. Eine sehr ökologische Art, sich in der Stadt der Fahrräder fortzubewegen. Es macht auch wirklich viel Spass. Es ist kein Klischee, dass es hier nur so von Zweirädern wimmelt. An jedem Geländer und jeder Hausmauer steht in Exemplar. Eines schöner als das andere. Sogar Parkhäuser haben die Amsterdamer und Amsterdamerinnen für ihre Fahrräder gebaut!

Amsterdam Fahrrad

Amsterdams schönste Seite

Wer sich für seine Reise von Fotos inspirieren lässt, wird hier nicht enttäuscht. Die Häuser könnten bunter nicht sein. Die Fahrräder machen sich ebenfalls gut in der Stadt der Grachten. Eine Brücke führt zur nächsten und hinter jedem Haus kommt eine noch entzückendere Ecke zum Vorschein. Amsterdam ist sehr fotogen! Hier lohnt sich der Verzicht auf die öffentlichen Verkehrsmittel (und das Auto sowieso) definitiv. Wer sich nicht auf das Fahrrad traut, ist zu Fuss auch gut bedient. Neben der schönen Architektur sind auch Amsterdams Pärke einen Besuch wert.

Wusstest du, dass Amsterdam ganz viel Museen hat? Ich habe zum Beispiel das Heineken Museum besucht. Da erfährst du wie Bier hergestellt wird, kannst das goldgelbe Getränk in den verschiedenen Gärungsstufen probieren und wirst in einem 4D-Kino selber zum Bier gemacht. Neben dem Heineken Museum gibt es auch noch viele weitere Museen, die du mit der Amsterdam Card gratis besichtigen kannst.

Amsterdam Grachten

Am offenen Meer

In unter einer Stunde kannst du von Amsterdam am Meer sein. Diese Chance lassen wir uns natürlich nicht entgehen. Auch wenn wir im Herbst dort waren und die Temperaturen nicht wirklich angenehm waren für einen Ausflug an den Strand, hat sich der Ausflug gelohnt. Wir fuhren nach Zandvoort ans Meer. Genauer gesagt an die Nordsee. Die Zugfahrt vom Zentrum Amsterdams dauert ca. 40 Minuten. Leider waren, da wir in der Nebensaison dort waren, die schönens Strandcafés alle geschlossen. Trotzdem konnte ich mir gut vorstellen, dass dort im Sommer eine sehr gemütliche Ecke zum Verweilen ist. Ein Spaziergang auf dem feinen Sand, ein Sprung ins salzige Meerwasser und ein leckeres Eis bei warmen Temperaturen sind immer eine gute Idee.

Weihnachten in Holland

Obwohl ich nicht in der Weihnachtszeit in Amsterdam war, muss ich dir das einfach erzählen. Ich habe ein paar Jahre mit einer Niederländerin zusammengearbeitet und sie hat mir voller Stolz erzählt, wie in Holland Weihnachten gefeiert wird. Ich finde diesen Brauch so lustig, dass ich dir gerne davon erzähle.

An Weihnachten kommt der Weihnachtsmann auch nach Holland. Aber nicht so wie bei uns vom Nordpol, von wo er mit den Rentieren auf dem fliegenden Schlitten herfliegt. Nein, er kommt mit dem Schiff. Und zwar aus Spanien, wo er den Sommer am Strand verbringt. In den Nachrichten im offiziellen holländischen Fernsehen erfahren die Kinder jeweils an welchem Hafen er dieses Jahr ankommt. Dann strömen alle Kinder mit den Eltern an den besagten Hafen und begrüssen den Weihnachtsmann, der von seinen Sommerferien in Spanien zurückkommt. Ich finde diese Tradition so gut und amüsant. Wieso sollte der Weihnachtsmann im Sommer nach Spanien? Andererseits: wieso nicht? 🙂 Es ist spannend zu sehen wie in einem Land, das gar nicht so weit weg ist von der Schweiz, die Feiertage ganz anders verbracht werden.

Smoke Weed everyday?

Wer hier eine lustige Geschichte zu obenstehendem Thema lesen will, ist bei mir an der falschen Adresse. Trotzdem kann ich dir einen Einblick geben, wie ich Amsterdam, als berühmt berüchtigte Kiffer-Stadt wahrgenommen habe. So weit ich beurteilen kann, stimmt das Klischee. Es gibt Coffee Shops an jeder Ecke und der Duft nach Gras steigt einem immer wieder in die Nase. Natürlich habe ich es mir nicht entgehen lassen, einen Coffee Shop auch von innen anzuschauen. Wie in einem Kleidergeschäft die Kleider liegen hier verschiedene Sorten Gras, bereits vorgedrehte Joints und Gebäck zum Verkauf bereit. Es ist auf jeden Fall eine Erfahrung Mal in einem Coffee Shop in Amsterdam zu stehen.

 

Normalerweise besuche ich nicht gerne Orte mehrmals. Lieber entdecke ich ein neues Land oder eine neue Stadt. Es gibt jedoch solche Destinationen, wie zum Beispiel Amsterdam, die ich gerne noch einmal sehen möchte. Es ist also nicht ausgeschlossen, dass ich bald wieder in Amsterdam zu besuch bin und hier Neues zu berichten habe.

Musik, die ich gehört habe

♦ Homesick – Ilse DeLange

♦ Don’t change – Anouk

♦ Sing me a song – Bernadette

Traditionen

♦ Weihnachtsmann in Spanien

♦ Tulpenmärkte

♦ Fahrradfahren

Infos

♦ Währung: Euro

♦ Sprache: Niederländisch

♦ Preisniveau: $$/$$$

Food Love

♦ Poffertjes

♦ Restaurant Moeders

♦ Appeltaart

Wörter, die ich gelernt habe

♦ Oorlog – Krieg

♦ Doei Doei – Tschüss

♦ Let op! – Achtung!

Highlights

♦ Grachten

♦ Vondelpark

♦ Zandvoort

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