Titel Hamburg

Hamburg – Moin Moin du schöne Hafenstadt!

Nachdem Hamburg jahrelang auf meiner Bucket List stand, war ich nun endlich da! Und was soll ich sagen? Es hat mir gefallen! Ich mag Städte, die so schön am Wasser liegen, und Hamburg hat davon nicht zu wenig. Hamburg ist keine aufdringliche Stadt, sie ist ruhig und einladend. Als wäre das nicht alles schon Grund genug Hamburg zu mögen, habe ich mir als grosser Kulinarik Fan Tim Mälzers Restaurant, die Bullerei,  angesehen und eine grosse Überraschung erlebt.

Erreicht habe ich Hamburg aus der Schweiz in guten acht Stunden mit dem Zug, der direkt von Basel nach Hamburg fährt. Was für eine schnelle, bequeme und nachhaltige Art, Europa zu bereisen!

An der Alster

Hamburg an der Alster

Die Alster, die Elbe, das offene Meer – die Möglichkeiten Hamburg am Wasser kennenzulernen sind unglaublich vielzählig. Am ersten Abend habe ich mich für einen Spaziergang an der Aussenalster entschieden. Wenige Gehminuten vom Hamburger Hauptbahnhof erstreckt sich das Gewässer. Entlang des Ufers gibt es Fussgänger- und Fahrradwege. Viele Touristen und Einheimische haben sich hier am Sonntagabend aufgehalten, haben die Ruhe genossen, sind Fahrrad gefahren oder waren mit Freunden spazieren. Entlang der Aussenalster habe ich viele Cafés und Restaurants entdeckt, etwas teurer, aber mit einer herrlichen Aussicht auf das Wasser. Perfekt für einen kleinen Drink vor dem Schlafengehen. Auch sehenswert ist die Binnenalster, die an die Aussenalster angrenzt. Dort befinden sich die schicken Hotels und Restaurants und die Gegend versprüht etwas mehr Glamour. Auf dem Wasser hat es eine kleine Wasserfontäne, die diesem Quartier noch mehr Exklusivität verleitet. Gleich nebenan befindet sich die Shoppingmeile in der Spitalerstrasse und der Mönckebergstrasse, sowie das Hamburger Rathaus.

Aussenalster

Willkomm-Höft

Am nächsten Morgen ging es für mich mit der S-Bahn nach Blankenese und von da mit dem Bus bis zum Willkomm-Höft. Ein Tagesticket für den öffentliche Verkehr in Hamburg kostet übrigens rund 7 Euro nach 9:00 Uhr und rund 9 Euro vor 9:00 Uhr. Mit dem Ticket sind S-Bahn und Bus inklusive bis am Folgetag um 6:00 Uhr. Für den Ausflug zum Willkomm-Höft habe ich ein Tagesticket gelöst. Die restlichen Ziele habe ich dann wieder lieber zu Fuss erkundet. Ich weiss nicht mehr genau wer mir vom Willkomm-Höft erzählt hat, aber ich musste mir das unbedingt anschauen. Hier fahren alle Schiffe vorbei, die in den grossen Hamburger Hafen rein- oder aus ihm rausfahren. Die Elbe verbindet Hamburg mit dem offenen Meer, der Nordsee. Das alleine reicht natürlich nicht, um mich dorthin zu locken. Das Spezielle an diesem Ort ist, dass jedes vorbeifahrende Schiff per Lautsprecher begrüsst oder verabschiedet wird. Nach ein paar freundlichen Worten erklingt dann die Nationalhymne des jeweiligen Landes. In der guten Stunde, in der ich am Hafen gewartet habe, fuhr leider nur ein Schiff aus dem Hafen raus. Ich bin aber froh, dass ich diese Spektakel wenigstens einmal erleben durfte.

Willkomm Höft
Strand an der Elbe

Hamburg an der Elbe

Gestartet habe ich meinen Hamburg-Rundgang an den Landungsbrücken. Der Hamburger Hafen liegt hier direkt an der Elbe. Vom Ufer aus kannst du den grossen Hafen gut sehen. Die vielen Kräne lassen mich nur erahnen wie viele Container hier täglich hin und her geschafft werden. Ich habe mich aus Zeitgründen gegen eine Hafenrundfahrt entschieden. Für ein nächstes Mal werde ich mir das aber merken. Mit einer kleinen Fähre kannst du innerhalb einer Stunde den Hafen mit den grossen Containerschiffen erkunden. Für mich ging es weiter Richtung Elbphilharmonie. Das imposante Gebäude stellt für mich das Hamburger Wahrzeichen dar, und das obwohl das Konzerthaus noch gar nicht so alt ist. Fertiggestellt wurde die Elbphilharmonie erst im Jahr 2016. Auf einen Besuch des Gebäudeinneren habe ich, wiederum aus Zeitgründen, verzichtet. Lieber machte ich mich direkt auf den Weg zur Hafen City und der Speicherstadt, eine Stadtteil, auf den ich mich sehr gefreut habe. Und Hamburg hat mich wiederum nicht enttäuscht. Viel Wasser umgibt die roten Backsteinhäuser, über welches ich über die unzähligen Brücken spaziere und meine Kamera gar nicht mehr aus den Händen gebe. Die Speicherstadt zählt sogar zum UNESCO Weltkulturerbe! Ich kann sehen warum. Es ist wirklich umwerfend schön diese Bauten zu Fuss zu erkunden. Allgemein eignet sich Hamburg zum Spazieren hervorragend. Alternativ gibt es überall Fahrräder und E-Scooter zum Mieten.

Elbphilharmonie Hamburg
Speicherstadt Hamburg

Schanzenviertel, St. Pauli und die Reeperbahn

Das Schanzenviertel hat mir besonders gut gefallen. Irgendwie erinnerte es mich ein bisschen an London. Viele süsse Geschäfte, hippe Restaurants und schöne Aussenbereiche zum Flanieren warten dort auf dich. Am Abend soll hier ganz schön was los sein. Wenn du also ausgehen willst, kann ich mir gut vorstellen, dass sich das Schanzenviertel ideal dazu eignet. Ich habe mich damit zufrieden gegeben, mir die Läden anzusehen und die Atmosphäre zu geniessen. Leider, oder vielleicht auch zum Glück, war mein Rucksack bereits so voll, dass ich mir nichts kaufe konnte. Zu Fuss habe ich vom Schanzenviertel aus St. Pauli erreicht und so auch die Reeperbahn. Mit diesem Spaziergang habe ich auch diese Ecke von Hamburg kennengelernt, auch wenn ich nur kurz dort war, um zu sehen, wie die berühmte Reeperbahn wohl aussieht. Es ist eine breite Strasse mit ein paar kleineren Nebenstrassen. Alle zeigen ihre Bars, Nachtclubs und ihre unmoralischen Angebote. Ich war am späteren Nachmittag dort und habe mich nicht unwohl gefühlt. Es hatte allerlei Menschen dort, die sich das Rotlichtviertel angeschaut, oder in Restaurants gegessen haben. Nach einer kurzen Besichtigung bin ich wieder zurück Richtung Sternschanze. Ich hatte nämlich noch ein letztes Ziel in dieser Gegend.

Frei Sein Hamburg

Tim Mälzers Bullerei

Als gelernte Gastronomin bin ich ein grosser Kulinarik-Fan und schaue gerne Kochsendungen wie Kitchen Impossible. Klar, dass ich mir in Hamburg das Restaurant von Tim Mälzer anschauen muss. Vor einigen Monaten, als ich die Reise geplant habe, wollte ich in der Bullerei einen Tisch reservieren. Leider konnte man das damals so viel im Voraus nicht machen. Danach habe ich es leider vergessen und so war es unmöglich, spontan einen Tisch zu bekommen. Trotzdem machte ich mich auf den Weg zur Sternschanze. Dort angekommen erblickte ich gleich Tim Mälzers Restaurant, die Bullerei. Ich gehe die Treppen hoch, mache ein paar Fotos und überlege mir kurz, ob ich wohl fragen darf, ob ich reingehen darf, nur um mich kurz umzuschauen. In dem Moment höre ich eine Stimme. Eine Stimme, die mir sehr bekannt vorkommt. Ich drehe mich um und da steht er: Tim Mälzer höchstpersönlich. Ok, jetzt nur nicht die Fassung verlieren! Einerseits will ich nicht unhöflich sein und ihn in Ruhe lassen, andererseits möchte ich doch gerne Fragen, ob ich ein Foto machen darf. Ich nehme meinen ganzen Mut zusammen und gehe hin. Auf meine Frage nach einem Foto antwortet er freundlich aber kurz angebunden mit: “Ja, aber schnell.”. Ich mache das schlechteste Selfie, seit es Selfiekameras gibt, bedanke mich und gehe weiter. Nach ungefähr zwei Stunden habe ich mich beruhigt und gehe ohne Abendessen schlafen.

Fishnchips Hamburg

Apropos Essen

Auf allen meinen Reisen versuche ich immer auch die kulinarische Kultur vor Ort zu respektieren und auszuprobieren. So ass ich zum Frühstück ein typisch hamburgisches Franzbrötchen. Ein Gebäck, welches ich am ehesten wie ein süsses, mit Zimt verfeinertes Croissant beschreiben würde. Genau mein Geschmack! Ansonsten gibt es in der Hafenstadt natürlich viele Gerichte mit Fisch. Oder auch Labskaus ist ein typisches Hamburger Gericht. Gegessen habe ich an den Landungsbrücken Fish & Chips mit Remouladensauce. Yummy, war das lecker! Auch die typischen Fischbrötchen habe ich erblickt, habe jedoch keines davon gegessen. Mir wurde gesagt, die seien am besten am Sonntagmorgen nach einer durchzechten Nacht frisch vom Altonaer Fischmarkt. Ich war leider Montag und Dienstag da und hatte das Vergnügen so noch nicht.

Hach Hamburg! Es war eine kurze aber intensive und sehr schöne Zeit mit dir! Am besten gefallen hat mir die zurückhaltende Art Hamburgs. Die Stadt drängt sich dir nicht auf, sondern bietet sich dir an. Überall hast du die Möglichkeit, nahe am Wasser zu sein und die Menschen sind sehr freundlich. Um Hamburg besser kennenzulernen ist es sicher ratsam, ein paar Tage da zu bleiben. Ich habe eine ganze Liste mit Gründen, Hamburg noch ein weiteres Mal zu besuchen.

Wörter, die ich gelernt habe

♦ Moin Moin – Hallo

♦ 

Musik, die ich gehört habe

♦ Legenden – Max Giesinger

♦ Wir sind gross – Mark Forster

♦ MFG – Die fantastischen Vier

Food Love

♦ Franzbrötchen

♦ Fischbrötchen

♦ Labskaus

Highlights

♦ Speicherstadt

♦ Aussenalster

♦ Landungsbrücken

Good to know

♦ Sprache: Deutsch

♦ Währung: Euro

♦ Preisnniveau: $$/$$$

Traditionen

♦ Moin sagen, nicht Hallo

♦ Sich am Wasser aufhalten

♦ Fischmarkt Altona

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